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S. M. UC 71

Autoren: Claude Fröhle und Hans-Jürgen Kühn
Titel: S. M. UC 71
Untertitel: Das vergessene U-Boot vor Helgoland
Seiten: 107
Abbildungen: 88 Schwarz-Weißfotos, 32 Farbfotos, 19 Zeichnungen/Skizzen, 1 beiliegender Faltplan
Verlag: Fröhle - Kühn Verlagsgesellschaft d. b. R.
Ort, Jahr: Herbolzheim, 2005
ISBN 3-9805415-6-8

Das Autorenpaar Fröhle und Kühn - mit ihrem eigenen Verlag - gelten als anerkannte Experten für den Festungsbau. Unter den Lesern von Seekriegsliteratur sind sie leider weit weniger bekannt. Völlig zu Unrecht. Die Mehrzahl der von den beiden Autoren verfassten Bücher behandelt maritime Themen!

Das vorliegende Buch ist ungewöhnlich: Dies nicht nur durch sein Format (DIN A4 - quer), sondern auch das behandelte Thema, ein gesunkenes Unterseeboot der Kaiserlichen Marine, erscheint wenig geeignet um damit ein ganzes Buch zu füllen.

Doch bereits auf der ersten Textseite ist man mitten im Seekrieg 1914-1918. Das Buch beginnt mit der Entwicklung der kleinen Minen-Unterseeboote und ihrer Spezialminen und nach einem kurzen Exkurs über das Marinekorps Flandern und seine Stützpunkte in Belgien folg eine ausführliche Beschreibung aller Feindfahrten von UC 71.

Anschließend werden Tauchgänge zum Wrack von UC 71 beschrieben, der Zustand des Wracks wird genau dokumentiert, danach folgen Anhänge wie technische Daten, Versenkungserfolge usw.

Alleine die zahlreichen Fotos und Zeichnungen - besonders zu erwähnen ist der beiliegende Generalplan im Maßstab 1:100 - sind den Kaufpreis wert. Das Buch ist leicht zu lesen und enthält zahlreiche, weitgehend bisher unbekannte Informationen.

Nicht jedermann gefallen dürfte das etwas unhandliche Format. Das Buch passt hierdurch wohl nur schwerlich in die meisten heimischen Bücherschränke. Einige offensichtliche Fehler dürften die Folge des Selbstverlages sein, sie wären bei einem guten Lektorat vielleicht vermeidbar gewesen.

Bedauerlich ist, dass die Bildunterschriften eher allgemein gehalten sind und so einige Boote nicht identifiziert werden. Dies ist sehr schade bei den guten und vor allem seltenen Bildern.

Zusammen gefasst ist dieses Buch dennoch ohne Einschränkungen zu empfehlen.

Lutz Bengelsdorf


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