Room 40
| Autor: |
Patrick Beesly |
| Titel: |
Room 40 |
| Untertitel: |
British Naval Intelligence 1914-18 |
| Seiten: |
388 |
| Abbildungen: |
22 |
| Verlag: |
Hamish Hamilton |
| Ort, Jahr: |
London, 1982 |
| ISBN |
0-241-10864-0 |
Nun schon seit über 20 Jahren auf dem Markt, aber immer noch für die meisten Deutschen WK1-Interessenten eine unbekannte Größe. Das Buch ist ein absolutes MUSS, räumt es doch mit unendlich vielen deutschen Legenden auf. Wir erinnern uns: Böse feindliche Agenten, angeführt von sozialistischen Reichstagsabgeordneten versorgten den Feind ständig mit Meldung über die Bewegung unserer Flotte. Das hemmungsloses Betätigen der Funktasten der Entente alles offen legte, blieb bis zum Erscheinen dieses Buches verborgen.
Über den Autor muß man kein Wort verlieren. Er gehörte zur Cream der britischen Seekriegshistorikern.
Beesly gibt zuerst einen überblick über die Entwicklung des britischen Marine-Geheimdienstes und die Technik der Ver- und Entschlüsselung. Ab Anfang 1915 hatte man in London - im besagten Room 40 - dann alles was an deutschen Codes Verwendung fand zur Hand. Der Autor beschreibt im zeitlichen Ablauf den Einfluß der Funkentschlüsselung auf die Kriegsführung. Nicht nur den U-Bootskrieg traf es, sondern auch die Irische Revolution, die LUSITANIA, das "Zimmermann-Telegram" und vieles mehr.
Das leicht lesbare Englisch ist ein weiterer Grund sich in dies Buches zu vertiefen. Letztlich bleibt das bittere Gefühl, das auf deutscher Seite nur selten die Vermutung aufkam, dass irgend etwas mit der Funkerei nicht stimme. Typisch dafür der Verlust der METEOR. Schon fast im Bereich der sicheren Deutschen Bucht musste man ja unbedingt einen "Reisebericht" durch den äther jagen. Pech gehabt... Room 40 las mit.
Bernd Langensiepen
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